Hallo Rasselbande,
es ist mal wieder soweit für nen Report „Rosenheim“ > besser gesagt „ aus der Welt“. Gut, soweit sind wir nicht gekommen – und im Endeffekt mussten wir sogar wieder ein Stück zurück zum Glück (aber dazu weiter unten).
Das eigentliche Ziel unseres einwöchigen Herbsturlaubs war die Region „Comer See“ – Gardasee fiel aus Gründen der Übersättigung aus, da waren wir schließlich schon 3mal dieses Jahr … Naja, die Fahrzeit ist zwar etwas länger, die Strecke aber landschaftlich schöner, da man von Innsbruck aus durch die „alpigeren“ Alpen fährt. Ach so > wir wollten uns natürlich Finger und Arme beim Klettern langziehen.
Daraus wurde aber erstmal nichts, da sich Petrus mal wieder quer stellen musste. Alternativ kamen die Wanderstiefel zum Einsatz – aber nicht ohne das Klettersteigset im Gepäck zu haben. Wie sich rausstellte, war dies genau die richtige Entscheidung > die letzten 300 Hm der Tour lockte ein Trainingsklettersteig, der sich dann doch ganz schön zog und zog und zog und... Und ganz nebenbei konnte man die Jäger am Abstiegshang rumballern sehn/hören (wie beruhigend!)
Das war’s dann aber auch schon zum Thema Comer See, denn das Wetter und die erneute Zeltplatzsuche wandelten die Gegend für uns zum Kummer See. Es war echt wie verhext: entweder die Zeltplätze hatten zu, waren mit Dauercampern bis auf den Platz neben dem Klo zugestellt, lagen direkt neben den Gleisen oder einer Kombination aus den Dingen. Dazu muss man sagen, hat uns das, was von der Region bei dem Sauwetter zu sehen war nicht gefallen – mit dem Gardasee/Arco konnte es in unseren Augen nicht mithalten > alles war irgendwie zugebaut oder industriell verkommen!
Was also tun? Unsere Anreise führte durch’s Engadin, und dass bei super Sonnenschein. Da die Wetterprognose für St. Moritz bis Scoul vielversprechender aussah, war die Entscheidung schnell gefallen. Zurück zum Glück also – wie sich rausstellen sollte, lagen 4 Tage eitel Sonnenschein vor uns.
Umgeben von kleinen 3000-ern haben wir flux die Aktivitätspriorität zum Bergwandern verschoben. Erster Tag: Fitnesstest zum Piz Arina. Wichtig war für uns auch die Schneegrenze – grade in den Nordhängen – auszuloten. Und da lag tatsächlich was rum: südseitig ab ca. 2800/2900m und nordseitig kam man ab 2600m nicht am frischen Weiß vorbei.
Nach bestandenem Auftakt konnte noch ein Gewicht auf beiden Seiten draufgelegt werden > die Durchquerung der „Macun-Seen-Platte“ (1500 Hm in 9Std Fußmarsch) als One-Way-Walk mit Rückführung durch die Rhätische Bahn. Die abendliche Nudelportion danach war wirklich nötig, und auch der Super-Duper-Extra-Luxus-Camping-Raclett-Grill-Käse war verdient! Weils im Tal dann auch schon ganz schön zapfig wurde, haben wir uns zusätzlich den Luxus einer Feuerschale gegönnt > natürlich ganz im SchweizerStyle: nicht ohne dafür zu bezahlen :-)
Das Aufstiegstal...
...auf demSattel...
Auch am nächsten Morgen gab’s Suppe, bis wir die ersten 400 Meter aufgestiegen waren und uns wolkenloser Himmel die Nase verbrennen wollte – ist natürlich Quatsch > die Sonne wollte das! Je höher wir kamen, umso karger wurde die Landschaft der Rims-Seen – eine interessante Hochebene. Was uns bis dahin faunamäßig noch fehlte, waren Steinböcke. Anstatt der scheuen Bergbewohner überfiel uns jedoch eine Horde Ziegen die sich erst durch leises Glöckchenklingeln ankündigte, dann auf dem Bergrücken vor uns zur Angriffsformation aufstellte und sich schließlich mit gesenkten Häuptern auf uns los stürzte – gut dass wir die Möhren noch nicht ausgepackt hatten… Plötzlich standen wir mitten in der Herde, die sich – scheinbar aus purem Hunger oder Neugier - nicht mal durch die SOS-Pfeife abschrecken ließ. Versöhnlicherweise haben die Ziegen dann gleich wieder von uns abgelassen und etwas später hat der Quoten-Steinbock auf nem Felsvorsprung posiert.
Tja, was ist jetzt gefährlicher: die Ziegenhorde oder das Riesenedleweiss?aa
Glücklich "oben auf" bevor es zum steilen Abstieg geht!
So, dass war ein kleiner Bericht aus dem Rätoromanischen mit dem Fazit: Das Engadingebiet mit seinen Gipfeln und Blicken auf Bernina, Ortler, Ötztal und Co. hat uns richtig gut gefallen und wird sicher auch mal im Winter Ziel der Aktivitäten werden.
Gehabt euch wohl und bis bald - Enrico!
4 Kommentare:
hullala das is ja ne ganze menge schicker bilder. respekt den fotografen und eurer blogaktivitaet.
vorbildlich!
cheers sagt monk, honk musst ich leider nachhause schicken.
ps: habt ihr ne karte aus nz bekommen?
bedeidenswert! und ihr habt ein gutes händchen für Motive!
keine sorge karte aus down under is unterwegs. sollte noch vor mir da sein!
hallohallo ihr beiden!
was zum bilderrätsel "berggeist"!
wie soll man denn einen geist sehen? sonst wärs ja kein geist! wahrscheinlich habt ihr zwei den auf dem gipfel ausgetrunken! und son riesenedelweiss ist ich glaub ganz schön gefährlich.die darf man nicht stören sonst werden sie agresiv und beissen! passt auf euch auf wenn ihr in den bergen unterwegs seid!! habt ihr gehört! ;-)
liebe grüße und bis bald
HONKWURST
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